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    <title><![CDATA[Der Ehrenpreis - Arbeiten]]></title>
    <link>http://www.der-ehrenpreis.de/index.php</link>
    <description></description>
    <dc:language>de</dc:language>
    <dc:creator>johanna.pohlmann@me.com</dc:creator>
    <dc:rights>Copyright 2017</dc:rights>
    <dc:date>2017-12-04T17:43:02+00:00</dc:date>
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    <item>
      <title><![CDATA[Festival der Utopie]]></title>
      <link>https://www.der-ehrenpreis.de/arbeiten/details/festival-der-utopie</link>
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      <description><![CDATA[Kann man eine SpinnereiKapsel eigentlich schlucken und was passiert dann? Wofür kann ein TraumTransponder nützlich sein? Und wieso sollte man immer auf jeden Fall eine IdeenRecycleSpule im Gepäck haben? Kürzlich habe ich zum dritten Mal das Festival der Utopie besucht. Begeistert von einem spielerisch-utopischen und auch sinnlichen Gestaltungskonzept, möchte ich dieses gerne für den Ehrenpreis vorschlagen. <br />
<br />
Das Festival der Utopie ist ein ungewöhnliches Festival: das zentrale Element und somit das LineUp sind Workshops, in denen die Festivalbesucher_innen an zwei Tagen Visionen und Ideen für die Zukunft zu Themen wie Mobilität (2013), Arbeit (2015) oder Gesellschaft (2016) entwerfen. Ergänzt werden die Workshops durch Wissensduschen, in denen man sich inhaltlichen Input zu dem Thema abholen kann und Austauschformate, wie zum Beispiel #-Gespräche bzw. Geh-Spräche. Am Ende des Festivals steht eine Art Schaubudenrundgang (2013) oder offene Bühne (2016) für die Präsentation der Workshopergebnisse.<br />
<br />
Eine Motivation der Veranstalter ist es junge Menschen an der Gestaltung der Region zu beteiligen. Sie schreiben im Festivalmagazin: „Wir glauben daran, dass Fantasiesport und ein gewisser Abstand vom Alltag dabei hilft eine Kultur des Experimentierens zu fördern und eine Gesellschaft beweglich zu machen. So kann eine konstruktiver Lernprozess entstehen und Neues in die Welt kommen.“ (FM, S. 11)<br />
<br />
Bei der Betrachtung meines eigenen Terminkalenders stelle ich fest, dass es ein hehres Ziel ist 100 junge Menschen zu motivieren an einem Wochenende über die Zukunft unserer Gesellschaft nachzudenken. Gerade da diese Zukunft so sehr von Ohnmachtsgefühlen, Schreckensnachrichten und einem tickenden „Fünf vor Zwölf“ geprägt ist. Das Team des Festival der Utopie schafft es aber diese Stimmung umzudrehen und einen Möglichkeitsraum entstehen zu lassen. Dies gelingt den Macher_innen durch Ihre Art der (visuellen) Kommunikation, des Weckens von Neugierde und der Lust und Begeisterung sich zu beteiligen sowie neues zu Entdecken und zu Lernen. In Zusammenarbeit haben die beiden Büros ›Von A und Z‹ (Festivalkonzept und Durchführung) und ›NEA • Studio für neue Gestaltung‹ (Corporate Design, Kommunikation) unter dem Veranstalter ›Allianz für die Region GmbH‹ (Regionalentwicklungsgesellschaft) somit in meinen Augen ein einzigartiges Format mit einer einzigartigen visuellen Sprache entwickelt, die mich begeistert und ich an dieser Stelle teilen möchte.<br />
<br />
Freitag, 3. Juni 2016: „Ich gehe durch Helmstedt, eine Kleinstadt an der ehemaligen innerdeutschen Grenze, die heute von Arbeitslosigkeit und demografischen Wandel geprägt ist. Die leeren Straßenzüge, die an eine andere Zeit erinnern empfinde ich als beklemmend. Ein paar Schritte weiter tut sich auf der rechten Seite ein Tor auf – das Tor zur Utopie: »Sie betreten den utopischen Sektor«. Beim Betreten ändert sich meine Stimmung: neugierig und gespannt entdecke ich das Festivalgelände. Die Utopie ist in eine ehemalige Pumpenfabrik eingezogen. Sie erzählt Geschichten aus vergangenen Zeiten: Auf einem Regal stehen schon vor Jahren eingekochte Kirschen und Bohnen, das Treppenhaus wird durch eine vergilbte Blümchentapete geschmückt, in der  ehemaligen Werkshalle liegen handgezeichnete Baupläne auf Transparentpapier. Im Kontrast dazu hauchen futuristische Gebilde – gefaltete geometrische Formen – den Räumen neuen Glanz und Leben ein. Die in  der Prototypingbar aufgereihten Gegenstände lassen erahnen, dass hier nicht nur gesponnen sondern auch etwas entstehen wird, die Sugar-Cubes an der Wand warten auf das Befüllen mit ›Liebesbriefen‹ statt Gefällt-mir-Angaben und an der Ladestation befühl ich mir schnell eine bunte Tüte bevor die goldene Posaune zum Anpfiff ruft.“<br />
<br />
#festivalort<br />
Das Festival reist von Ort zu Ort, von Leerstand zu Leerstand, von Möglichkeitsraum zu Möglichkeitsraum, welcher in der Festivalsprache als Nicht-mehr-noch-nicht-Ort bezeichnet wird. Bei jedem Festival gilt es einen neuen Raum zu entdecken und in ihm real-utopische Ideen für die Zukunft entstehen zu lassen. <br />
Durch die Gestaltung entsteht ein utopischer Ort, der zum Träumen und Ideenspinnen einlädt. Vorhandenes Material wird genutzt (z. B. leerstehende Geschäfte werden zu ›WorkShops‹ und Schaufensterflächen zu Ideengebern, alte Waschbecken dienen als Legobaustellen, ein Büro wird zum Utopievorzimmer) und mit futuristischen Objekten kombiniert. Mit scheinbar einfachen Mitteln tauchen Elemente aus dem gedruckten Erscheinungsbild (Plakate, Flyer etc.) auch vor Ort  (z. B. Wolken, Verläufe) auf. <br />
<br />
#erscheinungsbild<br />
Eine Wolke, in dessen Dunst eine Person aus einer scheinbar vergangenen Zeit mit einem futuristisch wirkendem Objekt agiert. Das Erscheinungsbild scheint dem Traum entführt. Eine Kombination von alt und neu in Collagen mit Wolken, Fotos von Menschen aus vergangenen Zeiten, Science-Fiction-Elementen und traumähnlichen Verläufen.  Ein utopischer Moment entsteht aus der Kombination von längst Vergangenem und eventueller Zukunft.<br />
Im Logo des Festivals ist die Utopie auf den Kopf gedreht und rückwärtsgeschrieben. Das Spiel mit verdrehten Wörtern zieht sich konsequent durch gestaltete Motive, Plakate und auch durch die Beschilderungen vor Ort auf dem Festival.  Es unterstreicht die fantasieanregende Festivalsprache. <br />
<br />
#festivalsprache<br />
Die Festivalsprache ist eine nachdenkliche, verträumte, sphärische, kreative, spielerisch, visuelle Sprache, die den Charakter des Festivals unterstreicht. Die utopischsten Erklärungen zu Wortneuschöpfungen (z. B. Spinnerei-Kapsel, Innovations-Kompensator, Gedankenkraft-Triebwerk, Sehnsuchts-Ingenieur) werden bereits im Vorfeld in den sozialen Medien gesucht, gefunden und in ein Festivallexikon gegossen. „Die Ideen-Recycling-Spule bildet das Zentrum des Festivalgeländes. Sie erzeugt, durch eine gerechte, wohlwollende Stimmung, gutes Essen und spannende Menschen, ein kreatives Magnetfeld. In der Sonderausführung "Recycling" sorgt die Ideen-Spule auch dafür, dass verworfene oder bereits existierende Ideen neu gedacht werden wollen.“ <br />
<br />
Vom Festivallexikon bis zum Beutel den man jedes Jahr bei der Anmeldung mit den wichtigsten Dingen erhält, vom Discussiondinner bis Austauschquartett ist an alles und an Überraschendes gedacht. Die Liebe zum Detail ist für mich eines der wichtigsten Bestandteile des Festivals, denn dies überträgt sich – so mein Erlebnis – vom ersten Moment auf die Festivalbesucher_innen und führt von Anfang an zu einer Art-of-Hosting und somit willkommenen Atmosphäre die es tatsächlich ermöglicht noch zarte Ideen in den Raum zu werfen ohne Angst zu haben, dass sie jemand direkt plattritt.<br />
<br />
Ich schlage das Festival der Utopie für den Ehrenpreis vor, da es konsequent in all seinen Elementen stimmig und einzigartig gestaltet ist. Obwohl ich die Kategorie "Begleiterscheinung" gewählt habe, ist es mehr als das: Die Gestaltung ist ein Möglichmacher für utopisches Arbeiten.]]></description>
      <dc:subject><![CDATA[Begleiterscheinung,]]></dc:subject>
      <dc:date>2017-12-04T17:43:02+00:00</dc:date>
    </item>

    <item>
      <title><![CDATA[Entdecke was Dir schmeckt. Kinder erobern die Küche]]></title>
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      <description><![CDATA[Vom Tag unserer Geburt an ist die Nahrungsaufnahme eins unserer Grundbedürfnisse. Deren Erfüllung ist in unseren ersten Lebensmonaten vergleichsweise klar geregelt – danach wird es kompliziert. Dicke Kochbücher finden sich heute in jedem Haushalt. Gesunde, regionale oder schnelle Küche reicht dabei schon längst nicht mehr. Ausgewogen, vielseitig und bewusst soll sie sein, im besten Fall vielleicht auch noch schmecken. <br />
<br />
Mit ihrem Buch »Entdecke, was Dir schmeckt« setzen Designerin Lisa Rienermann und Journalistin Anke M. Leitzgen bei denen an, die kulinarisch wirklich noch etwas zu entdecken haben: Kinder.<br />
Doch das Buch ist kein übliches Kochbuch für Kinder, sondern eine wunderbar illustrierte, spannende und sinnliche Einführung in die Welt des Kochens und Essens.<br />
<br />
Dabei fangen Leitzgen und Rienermann ganz vorn an – bei unseren Geschmackssinnen. Was schmeckt mir und wieso schmeckt es mir? Scheinbar einfache Fragen wie diese bilden die Basis dieses Buches. Geschmack soll verstanden werden und das geht am besten über das Selbermachen und Ausprobieren.<br />
<br />
Weiter geht es mit der Wahl der Nahrungsmittel und der Frage, wo diese angebaut und weiterverarbeitet werden, bis sie auf dem Markt oder im Supermarkt zu finden sind. Ebenso detailliert gibt das Buch darüber Auskunft, wie unterschiedlich Speisen bei der Verwendung der selben Zutaten aussehen können. »Entdecke, was Dir schmeckt« reicht von der Darstellung kleiner Rezepte für einen ersten Kocheinstieg, über Einblicke in den Wasserverbrauch bei der Herstellung bis hin zur kindgerechten Erklärung von Konservierungsmethoden und deren Wirkungsweisen. Aber das Buch erklärt nicht nur, es regt vor allem zum Mitmachen an, und dadurch zu einem positiven Umgang mit Nahrungsmitteln und einer Lust am Essen.<br />
<br />
Lisa Rienermanns spannenden Illustrationen schaffen es in sehr wunderbarer Weise, komplizierte Informationen und Handlungsabläufe simpel zu erklären. Zugleich schaffen ihre kleinen Kunstwerke, die Kinder und Erwachsenen neugierig zu machen. Die klar gegliederten Grafiken und Foto-Illustrationen fordern Kindern auf eine sehr ästhetische Weise, ohne kitschig, verniedlichend  oder überladen zu wirken. <br />
 <br />
Das Buch bietet Kindern – ebenso wie jung gebliebenen Erwachsenen – die Gelegenheit, sich auf eine visuelle Nahrungsreise zu begeben. In einer grafisch klaren und authentischen Handschrift sind Informationen rund um das Thema so aufbereitet, dass wertvolle Informationen leichte Kost werden. <br />
<br />
Guten Appetit. <br />]]></description>
      <dc:subject><![CDATA[Sonnenschein,]]></dc:subject>
      <dc:date>2015-07-07T09:56:09+00:00</dc:date>
    </item>

    <item>
      <title><![CDATA[Let&#8217;s Talk About Soil]]></title>
      <link>https://www.der-ehrenpreis.de/arbeiten/details/lets-talk-about-soil</link>
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      <description><![CDATA[Erklär-Videos findet man im Internet zu Hauf. Meist geht es um Produkterklärungen oder die Filme sollen Anreize schaffen, irgendetwas zu kaufen. Als ich das Video »Let's Talk About Soil« sah, dachte ich zunächst auch, am Ende würde mir ein Produkt angeboten werden. Aber nein – es war tatsächlich ein Erklär-Film im wortwörtlichen Sinne. <br />
<br />
Das Thema? Es geht um den Boden; den Erdboden. Das klingt zunächst nicht besonders spannend. Bei den momentanen Krisen der Welt wie Wasserknappheit, Kriegen, Krankheiten und dergleichen erscheint es als ein nicht so »wichtiges« Thema der Menschheit. Aber das sieht man nach zirka fünf Minuten anders. Durch die Machart des Animationsvideos bleibt man auch die ganze Zeit dabei. Es zeichnet sich durch Liebe zum Detail aus und besticht durch eine einheitliche grafische Sprache, flüssige und elegante Übergänge sowie eine anschauliche Darstellung von Naturprozessen. Ich war sofort von den bewusst reduzierten dreidimensionalen Grafiken im »Low Poly«-Stil fasziniert und staunte, mit welch minimalistischen Mitteln komplexe Prozesse aufbereitet werden können. Auch der Ton, die Sprecherstimme und die Musik ergeben dabei ein stimmiges Gesamtbild. <br />
<br />
Diese Form der Inhaltsvermittlung ist in meinen Augen ein wichtiger Bestandteil zur Aufklärung der Menschen und meiner Meinung nach viel wirksamer als ein Artikel, eine Powerpointpräsentation oder sonstiges, das sich zu diesem Thema finden lässt. »Let's Talk About Soil« ist eines der schönsten, spannendsten und kurzweiligsten Erklär-Filme, die ich zuletzt gesehen habe. Durch die wichtige Funktion der Aufklärung hat das Video den Ehrenpreis für Gestaltung verdient!]]></description>
      <dc:subject><![CDATA[durch die Blume,]]></dc:subject>
      <dc:date>2015-06-08T15:50:38+00:00</dc:date>
    </item>

    <item>
      <title><![CDATA[Leute]]></title>
      <link>https://www.der-ehrenpreis.de/arbeiten/details/leute</link>
      <guid>https://www.der-ehrenpreis.de/arbeiten/details/leute-When:12:43:35Z</guid>
      <description><![CDATA[»Es gibt ’ne Menge Leute<br />
jede Menge Leute<br />
diese Leute<br />
Junge Junge – gibt das Leute    <br />
und was haben die nicht zu tun.<br />
Die einen tun dies<br />
die anderen das. <br />
Einer wohnt direkt über mir. <br />
Was soll’s,<br />
es gibt ’ne Menge Leute«<br />
<br />
So heißt es im Song »’Ne Menge Leute« von Fink, der Band des kürzlich und viel zu früh verstorbenen Musikers und Malers Nils Koppruch.<br />
<br />
Blexbolex’ Bilderbuch illustriert auf wunderbare und originelle Weise diese Menge Leute und wie die so dieses und so jenes tun. Ein Panoptikum von Gestalten und ihren Charakteristika – in ihren jeweiligen Berufen oder Freizeitbeschäftigungen, in ihren typischen Erscheinungen oder zugeschriebenen Eigenschaften.<br />
<br />
Dabei hat Blexbolex die Motive in verblüffender Einfachheit inszeniert. Reduzierte Formen, grafisch heruntergebrochen auf das Wesentliche, stets aber mit einer organischen Linienführung, die nie die unemotionale Anmutung von Piktogrammen oder Infografiken aufkommen lässt. <br />
<br />
Jedes einzelne Bild steht als freie Form auf weißen Grund, darüber in blauen Versalien die Benennung der Figur. Die Paarungen, die sich dadurch auf den Doppelseiten ergeben, sind mit Bedacht gewählt und höchst originell: mal naheliegend wie bei »Ein Einarmiger« / »Ein Zyklop«, mal überraschend wie bei »Ein Pirat« / »Ein Unterwasserarbeiter«, mal subtil wie bei »Ein Redner« / »Ein Schlangenbeschwörer« und manchmal so erratisch und komisch wie bei »Eine Sekretärin« / »Ein Yeti«.<br />
<br />
Die Farbigkeit, die mit einer auf wenige Töne beschränkten Palette und überlappenden beziehungsweise überdruckenden monochromen Flächen an Siebdruck denken lässt, rundet die stimmige Wirkung des Blexbolex’schen Leute-Universums ab, in dem jedes einzelne Motiv dank seiner Plakativität und berückenden Schönheit auch als großes Bild an der Wand funktionieren würde.]]></description>
      <dc:subject><![CDATA[Sonnenschein,]]></dc:subject>
      <dc:date>2015-02-17T12:43:35+00:00</dc:date>
    </item>

    <item>
      <title><![CDATA[KRISTEL Magazin]]></title>
      <link>https://www.der-ehrenpreis.de/arbeiten/details/kristel</link>
      <guid>https://www.der-ehrenpreis.de/arbeiten/details/kristel-When:09:29:22Z</guid>
      <description><![CDATA[2012 entschied sich eine kleine Gruppe von Studierenden der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig, das Kunstleben mit einem Magazin zu bereichern. KRISTEL entstand. Inzwischen erschienen zwei Magazine und die dritte Ausgabe ist in Arbeit. Zwei Worte sind bezeichnend für die Zusammenarbeit in diesem Team: Interdisziplinarität und Eigeninitiative. So wurden die ersten Grundsteine dieses Projektes mit einer simplen Idee gelegt: ein Magazin aus der Kraft der Studierenden herauszubringen, welches sich mit Gestaltung, Kunst und Wissenschaft beschäftigt. Die verschiedenen an der Hochschule vertretenen Studiengänge sollten alle in einem Magazin vereint werden. Ein Produkt von Studierenden entstand. Entsprechend zwar eine kleine Idee, die jedoch schnell Form und Gestaltung annahm. Die Hochschule stellte sich als hervorragendes Sammelbecken der unterschiedlichsten benötigten Fähigkeiten dar. So setzt sich das Team aus Designern, freien Künstlern, Kunst- und Medienwissenschaftlern zusammen.<br />
<br />
Ich bin die Herausgeberin des Magazins und bin daher keine unabhängige Leserin. Ich entwickelte die Idee, arbeitete an der Umsetzung und veröffentlichte die erste Ausgabe. Ich komme aus dem Bereich der Kunstwissenschaften. Somit hat besonders der Bereich der Gestaltung für mich einen hohen Stellenwert. Denn Aufgabe war es, einen Designer zu finden, der selbstständig arbeitet, sich dennoch in das Team einfügt und Ideen sinnvoll umsetzen kann. Eine gelbe Banane auf einem gelben Shirt: wir entdeckten Christof Görs. Bei der eben beschriebenen Arbeit handelt es sich um selbst produzierte Shirts mit eigens gestalteten Motiven. Ein vielseitiger Gestalter, der durch weitere gestalterische Arbeiten überzeugte und für experimentelles Arbeiten offen war. So nahm sich der Kommunikationsdesigner dieser Aufgabe an. Der Bereich Gestaltung sowohl für die ersten beiden Ausgaben oblag ihm weitestgehend alleine. Noch viel bezeichnender ist die Konzeption des Magazins. So startete das KRISTEL-Team mit einem weißen Blatt Papier. Nach und nach fanden Punkte und Linien ihre Bedeutung, ihren Platz. Von den ersten Entwürfen des Magazinnamens über die gesamte Innenheftgestaltung bis hin zu der Idee eines Covers arbeitete Christof Görs in dem KRISTEL-Team als Gestalter. Besonderes Augenmerk lag dabei auf der Zusammenarbeit: Selbstständig zu arbeiten, auf Vorschläge und Ideen der Herausgeber einzugehen und dabei immer stets den eigenen Stil zu wahren, war und ist eine Fähigkeit, die dem KRISTEL-Team besonders am Herzen liegt und durch Christof Görs Bestätigung fand.<br />
<br />
Gerade die Herausforderung angenommen, ein komplett neues Magazin zu entwerfen, stand die nächste Aufgabe schon bevor: Leitfaden für die zweite Ausgabe des Magazins war diesmal ein Thema − Körper. Besonderes Merkmal dieser Edition ist die Handschrift des Gestalters selbst. Subtil, aber dennoch auffällig fließt diese immer wieder mit in die Betrachtung der Bilder als auch Texte ein. Gerade auch die zweite Ausgabe war Anlass für Christof Görs, gestalterisch die gängigen Normen zu durchbrechen, dem Thema Körper mit Gestaltung nahe zu kommen, es aufzugreifen, schlicht das Magazin durch Text, Bild und Thema ein Ganzes werden zu lassen. Immer wieder integrierte der Designer das Thema Körper in die Gestaltung. Angefangen bei dem Cover, dass doch an organische Strukturen unter einem Mikroskop erinnert, über die handschriftlichen Elemente, die ganz klar dem Körper des Gestalters entspringen, bis hin zu kleineren Besonderheiten, die sich leicht transparent in den Hintergrund einfügen. Eine Transparenz, die sorgfältig auserwählt scheint, um den Text nicht zu erdrücken und den bildlichen Hintergrund nicht als bloßes Beiwerk wahrzunehmen. Gerade diese abweichende Form von der eigentlichen Norm, ein Magazin zu gestalten, ist ein experimentelles Arbeiten, das mit einem »ah-und-oh-Effekt« beschrieben werden kann.<br />
<br />
Das Team KRISTEL veröffentlichte mit dem Gestalter Christof Görs die erste Ausgabe eines komplett neuen Magazins. In einer weiteren erfolgte sodann die Ausweitung, der Fortschritt: Ein Leitthema. Christof Görs konnte dem Magazin so seine ganz persönliche gestalterische Handschrift geben. Somit möchte ich die Arbeit von Christof Görs nicht nur durch die Veröffentlichungen wertschätzen, sondern ihn auch für den Ehrenpreis vorschlagen. Zwar bin ich keine unabhängige Leserin, allerdings eine Herausgeberin, die den Bereich der Gestaltung dem Designer überließ. Dieser gestaltete sodann zwei Ausgaben, die der Philosophie von KRISTEL entsprachen: Ein Magazin von Studierenden, das beweist, dass verschiedenste Studiengänge für sich arbeiten, aber dennoch letztlich etwas Gemeinsames schaffen können.<br />
<br />]]></description>
      <dc:subject><![CDATA[ah und oh,]]></dc:subject>
      <dc:date>2015-02-12T09:29:22+00:00</dc:date>
    </item>

    <item>
      <title><![CDATA[IMAGO – die begehbare Kamera]]></title>
      <link>https://www.der-ehrenpreis.de/arbeiten/details/die-begehbare-kamera</link>
      <guid>https://www.der-ehrenpreis.de/arbeiten/details/die-begehbare-kamera-When:08:09:30Z</guid>
      <description><![CDATA[Oh<br />
 <br />
Das erste »Oh« als ich das Porträt von Bazon Brock gesehen hatte. Dann die Porträts der anderen drei Großen: Rihm, Weibel, Sloterdijk im ZKM, Zentrum für Kunst und Medientechnologie in Karlsruhe.<br />
 <br />
Jetzt, selbst in der Kamera stehend, ein neues »Oh«. Dieses Betreten der Fast-Dunkelheit. Das Staunen beim Blick über die Spiegelumkehrung des Selbst. Die Versetzung in den Betrachterblick. Eine Begegnung mit der vertrauten und der neuen Wahrheit des Eigenen, der Blick auf das unbekannte und gleichzeitig vertraute Eigene in der begehbaren Kamera.<br />
<br />
Das alles in einer Höhle. Ahnung des ureigenen Eintretens ins Licht – wie Geburt.<br />
<br />
Wieder ein »Oh«. Das Staunen über das Ausprobierenmögen der eigenen Körpersprache. Wie ein Spiel; ein kleiner, privater Tanz ums Ich. Das Auswählen der einen Geste unter tausend anderen Möglichen. Dann der Selbstauslöser. Das selbst entschiedene Jetzt. Eine Sekunde, die festhält; Licht loslässt.<br />
<br />
Ein weiteres »Oh«. Lebensgroß, dieses Schattenergebnis mit Licht. Die Abbildung tatsächlich ein Original. Das Ergebnis ein einmaliges, unwiederholbares unter tausend nicht wahrgenommenen, nicht ausgewählten, nicht festgehaltenen Perspektiven auf sich selbst, durch sich selbst. Ein fixiertes, papiernes Zeugnis der entschiedenen Tat des Auslösenden, selbstverantwortet, von Dauer, da Dokument.<br />
<br />
Ein kurzes Einsgewordensein mit sich – das wäre die zweite Geburt.<br />
<br />
Fakten<br />
<br />
Erfunden wurde die Technik der Direktbelichtung in Siebziger Jahren von Werner Kraus, welcher gemeinsam mit dem Künstler Erhard Hößle die begehbare Kamera baute. Werner Kraus´ Tochter Susanna Kraus war es dann, die die Kamera zu dem heute einmaligen Erlebnis machte, indem sie mit der Firma Ilford das Verfahren der Imago 1:1 entwickelte.<br />
<br />
Größe: 7 x 4 x 3 Meter<br />
<br />
Das Foto entsteht durch eine Direktbelichtung auf ein Positivpapier, also eine Lichtmalerei. Die Porträts, die entstehen, sind 60 x 200 cm groß und schwarz-weiß; jedes ein Unikat. Wie bei einem überdimensionalen Fotoautomat kann man sich im Innern dieser Großbildkamera mittels eines Selbstauslösers und eines seitenrichtigen Spiegels selbst porträtieren. Zehn Minuten nach dem Auslösen nimmt man das fertige Selbstporträt entgegen.]]></description>
      <dc:subject><![CDATA[ah und oh,]]></dc:subject>
      <dc:date>2015-01-21T08:09:30+00:00</dc:date>
    </item>

    <item>
      <title><![CDATA[Sweet Charity Edition]]></title>
      <link>https://www.der-ehrenpreis.de/arbeiten/details/sweet-charity-edition</link>
      <guid>https://www.der-ehrenpreis.de/arbeiten/details/sweet-charity-edition-When:14:51:48Z</guid>
      <description><![CDATA[Es war ein großer Schritt in der Geschichte, als die Menschen verstanden, dass die Welt nicht als Scheibe vorzustellen sei, sondern als Kugel – als Globus. Heute lautet eine unserer größten Herausforderungen, sich damit auseinanderzusetzen, was »Globalisierung« bedeutet. Weil und obwohl »die Welt« immer mehr zusammenwächst, werden die Unterschiede und Spannungen zwischen »den Welten« für jeden sichtbar. Wie soll man das erfassen, was soll man tun?<br />
<br />
Christina John und Rafael Dietzel, die Inhaber von MILCH + HONIG designkultur, leisten mit Ihrem Buch »Sweet Charity Edition« einen Beitrag, der die Spannung zwischen unseren westlichen Lebensrealitäten und denen eines Entwicklungslandes begreifbar macht. Sie tun dies auf sehr kreative, innovative und herzerfrischende Art, indem sie alle Sinne des Lesers ansprechen. <br />
<br />
Das Buch dokumentiert einen Dialog auf vielen Ebenen. Zunächst suchten Christina und Rafael nach Designern und Künstlern, die bereit waren, Fotografien und Bilder für ihr ganz besonderes Projekt zur Verfügung zu stellen. Für einen Beitrag begeistern konnten sie Mirko Borsche, Christoph Niemann, die Poschauko-Brüder, Julian Zimmermann von Deutsche und Japaner, Christian Hundertmark von C100 und noch viele mehr. Mit diesen Arbeiten im Gepäck ging die Reise nach Afrika. Dort werden Kinder eines Entwicklungsprojektes von der jungen Organisation Bonfaremo e.V. unterstützt. Diese Kinder nahmen die Ideen der Künstler auf und integrierten sie in ihre Welt. Mit deren durch diese ungewöhnliche Kooperation entstandenen Bildern, vielen Eindrücken und Erfahrungen ging es wieder zurück nach Deutschland, um den Dialog zwischen Designern / Künstlern und den Kindern weiterzuführen. Das Engagement von Bonfaremo e.V. in Bezug auf die von ihnen unterstützen Projekte, der Enthusiasmus der Kinder und die Arbeiten der Designer / Künstler sollten eine Form finden. Diese sollte davon zeugen, wie wertvoll Helfen für unsere Gesellschaft sein kann – und zwar nicht nur für die Empfänger. Dank ihrer eigenen Begeisterung gelang es Christina und Rafael, zahlreiche Helfer und Spender zu finden, die alle ihren Beitrag zur Verwirklichung dieses Herzensprojektes leisteten. <br />
<br />
In Händen halte ich nun ein Buch, das durch sein mit glänzend transparenter und metallic-roter Heißfolienprägung veredeltes Hardcover zunächst meinen Tastsinn in seinen Bann zieht und mich dazu ermuntert, es sogleich aufzuschlagen. Der neonrot leuchtende Farbschnitt, die Illustrationen in goldener und zwischen neonorange und -pink changierender Druckfarbe sowie die eingefügten Innenseiten in schmalerem Format machen es zu einer haptischen Erfahrung. Diese wird durch die Verarbeitung von unterschiedlichen – aber immer edlen – Papieren der Firma Fedrigoni für den Einband, den Innenteil und die Karten noch verstärkt.<br />
<br />
Durch den spannenden Kontrast zwischen dem reduzierten Layout und der Typografie und der bunten, sehr individuellen Kunst wird das Buch zu einem visuellen Erlebnis. Dazu trägt auch der extreme Leuchteffekt durch die schillernden Sonderfarben bei, die nicht nur für den Farbschnitt, sondern auch für die grafischen Trennseiten eingesetzt wurden.<br />
<br />
Nicht zuletzt regt das Buch auch meinen Geruchs- und Geschmackssinn an. »Mit Sand lässt sich nicht würzen«, hat mal jemand gesagt und wollte damit beschreiben, weshalb manche Gerichte, die man im Ausland gegessen hat, zu Hause nie wieder so besonders schmecken. Mit diesem Buch lässt sich meiner Meinung nach würzen! Man erhält eine Idee von Afrika und der ganzen Erde, weil man Anteil nimmt und dabei merkt, dass wir alle Teile sind, die zusammen ein Ganzes ergeben: die Welt. <br />
<br />
Durch aufwendige Verarbeitung und einen innovativen Ansatz macht die »Sweet Charity Edition« begreifbar, wie kreativ Dialoge sein können – und wie Nähe zwischen Menschen trotz großer Entfernung entstehen kann.<br />]]></description>
      <dc:subject><![CDATA[Nächstenliebe,]]></dc:subject>
      <dc:date>2014-12-08T14:51:48+00:00</dc:date>
    </item>

    <item>
      <title><![CDATA[Sinti und Roma Hörbuch]]></title>
      <link>https://www.der-ehrenpreis.de/arbeiten/details/Sinti-und-roma-hoerbuch</link>
      <guid>https://www.der-ehrenpreis.de/arbeiten/details/Sinti-und-roma-hoerbuch-When:11:33:26Z</guid>
      <description><![CDATA[Rot leuchtet das Rad vor dem blauen Hintergrund des Himmels, grün scheinen die Grashalme am unteren Bildrand.<br />
<br />
Rot, Blau, Grün: Bewegung, Himmel und Erde – dies sind die Parameter der offiziellen Fahne der Sinti und Roma, die 1971 auf dem ersten Weltkongress der internationalen Bürgerrechtsbewegung der Roma in London festgelegt wurde.<br />
<br />
Für mich hat das Cover des Hörbuches »Sinti und Roma hören« eine Art Magie ausgestrahlt: es hat mich neugierig gemacht auf die kulturelle Vielfalt und Eigenständigkeit der Sinti und Roma und es hat mich förmlich in das Hörbuch »hineingezogen«. Außerdem finde ich schön, dass ein Symbol, das bei dem ersten so wichtigen Kongress der Sinti und Roma als Zeichen der Eigenständigkeit und des Stolzes auf die eigenen Kultur entwickelt wurde, die Gestaltung  der Verpackung dominiert.<br />
<br />
Roswitha Rösch vermittelt durch ihre Gestaltung des Hörbuches Respekt vor den Kulturen anderer und Freude am Entdecken von Neuem und Gemeinsamen. Das liegt nicht zuletzt an ihrer feinfühligen Herangehensweise an Themen wie Interkulturalität und Diversität = kulturelle Vielfalt und Achtung vor dem Anderen.<br />
<br />
Sie spielt mit den Parametern, indem sie Himmel, Gras und Chakra-Rad eine Plastizität verleiht. Schlägt man das Smart-Pac des Hörbuchs auf, finden sich in der Gestaltung der CD und des 20-seitigen Booklets die Motive und Farben wieder und tragen so das internationale Motto der Sinti und Roma durch die gesamte optische Gestaltung.<br />
<br />
Inhaltlich korrespondiert das Cover mit der Darstellung der jahrhundertealten Kultur und Kulturgeschichte der Roma: die indischen Wurzeln, die Nicht-Sesshaftigkeit, das Ziehen-Wollen und Ziehen-Müssen, die Assoziation mit dem Rad eines Leiterwagens, die mündliche Erzähltradition, die Liebe und das Recht auf Freiheit und Respekt, auf Eigenständigkeit und Achtung.<br />
<br />
Dabei erschafft Rösch, scheinbar mühelos, eine Überleitung zum Inhalt des Hörbuchs. Das »Sinti und Roma hören« ist im Silberfuchs-Verlag Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern in der Hörbuch-Reihe »Länder und Kulturen hören und entdecken« erschienen. Die vielfältigen Informationen, Musik, Traditionen und Alltag, lassen den Betrachter tief eintauchen in die Kultur der Sinti und Roma. <br />
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Gestaltung, die berührt, die einen Prozess in Gang setzt – dafür steht für mich die Gestaltung des Sinti-und-Roma-Hörbuchs: es lädt dazu ein, sich mit der Kultur der – mutmaßlich – anderen zu beschäftigen. Die Gestalterin ermöglicht dem Betrachter, Vorurteile über eine Kultur, die Jahrhunderte lang in Klischées verachtet und ausgegrenzt wurde über Bord zu schmeißen und Neues zu entdecken. Ihr Cover macht nicht nur nachdenklich, sondern ruft unmittelbar zum (respektvollen) Handeln auf. Ein Anstoß, dem wir alle folgen sollten!]]></description>
      <dc:subject><![CDATA[Begleiterscheinung,]]></dc:subject>
      <dc:date>2014-08-13T11:33:26+00:00</dc:date>
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      <title><![CDATA[Palliativ-Versorgung]]></title>
      <link>https://www.der-ehrenpreis.de/arbeiten/details/palliativversorgung</link>
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      <description><![CDATA[Dies ist eine studentische Abschlussarbeit, die wahrlich Tiefe hat. Ich habe die Gestalterin als Kommilitone am Rande begleitet und weiß daher, was hinter dieser Arbeit steckt – eine Auseinandersetzung mit der Vergänglichkeit, ein kurzes Praktikum auf einer Palliativstation, eine Koordination mit der deutschen Palliativ-Stiftung (Teile der Arbeit wurden veröffentlicht) und vor allem der geschickte Umgang mit dem Medium. Die Arbeit besteht aus der Konzeption von sieben Einzelmotiven für doppelseitige Anzeigen in der FAZ. Diese Form der Kommunikation soll eine für das Thema nötige Aufnahmezeit ermöglichen, die beispielsweise eine Plakatkampagne niemals bieten kann. <br />
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Die Anzeigen wollen nicht schockieren, sondern berühren, wollen nicht provozieren, sondern Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Das Thema trifft nicht nur den Zeitgeist und seine Diskussion um die Alterung der Gesellschaft, es betrifft jeden persönlich, weil jeder betroffen sein kann oder Betroffene kennt. Wie am Beispiel »… der letzte Wunsch – ein Glas Milch …« gut zu sehen ist, ist der Gestalterin gelungen, die Botschaft in kleine, greifbare Geschichten herunterzubrechen, die jeder versteht und die emotional berühren. <br />
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Die Arbeit zeugt von großem Verantwortungsbewusstsein und widmet sich einer gesellschaftlichen »Grauzone« – jeder weiß, dass es da etwas gibt, aber kaum einer sieht hin oder möchte sich dem Sterben widmen.]]></description>
      <dc:subject><![CDATA[durch die Blume,]]></dc:subject>
      <dc:date>2014-07-01T17:25:56+00:00</dc:date>
    </item>

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      <title><![CDATA[The Cup Project]]></title>
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      <description><![CDATA[Das »Dschungelcamp« feierte 2014 sein zehnjähriges Jubiläum. Wieder einmal ging es in dieser Fernsehsendung um das Überwinden von persönlichen Grenzen, um Unbehagen und Ekelthemen. Ekel hat viel mit dem individuellen Empfinden zu tun. Jeder Mensch hat hier seine ganz persönliche Hemmschwelle. Es geht dabei um Ängste, gar um ausgewachsene Phobien, die mit Hygiene, Geschmack, Geruch und Haptik zu tun haben.  Ekel ist nicht rational. Genau so wenig, wie es Phobien sind. Das Herz schlägt schneller, es wird einem heiß, der Körper ist in Alarmbereitschaft. »Bäh« und Würgegeräusche sind die akustischen Äußerungen, die wir von uns geben, wenn wir etwas uns Unangenehmes sehen, schmecken oder riechen. Wir schütteln uns, um diese Empfindung los zu werden. Mitunter haben wir sogar das Bedürfnis, uns mindestens die Hände zu waschen oder dem Unbehagen einen Wohlgeruch, -geschmack oder -gefühl entgegen zu setzen. »Mhm« oder sogar Schmatzgeräusche geben wir von uns, wenn wir einen Geruch oder Geschmack lieben. »Mhm« ist ein Laut des Genusses. Genuss bringt uns zum schmunzeln. Wir fühlen uns wohl, wir tun uns etwas Gutes. <br />
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Eines der beliebtesten Genussmittel ist Kaffee. Wie jedes Genussmittel, kann er zur Sucht werden. Achtlos und in Mengen konsumiert wird aus seiner anregenden Wirkung ein beständiges Anreichern des Nervengift-Spiegels. Zelebriert als die Tasse am Nachmittag, feine Süßspeisen dazu, kultiviert aus dünnwandigen, kleinen Tassen getrunken, wird der Genuss des Kaffees zum Highlight des Tages. Kaffee gibt es als Massenware, jedoch auch als Luxusgut. Um die Qualität von Kaffeebohnen, die von Wildkatzen oder Ziegen gefressen und von ihnen ausgeschieden wurden, ranken sich Mythen. Damit wären wir wieder beim Thema Ekel, Hemmschwellen und Unbehagen … <br />
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Beide Themen – kultivierten Genuss und spontanes Unbehagen – bringt Beate Grübel in ihrem Kaffeeservice zusammen. Dünnwandig das Porzellan, klassisch der schmale Henkel, der das Halten der Tasse nur mit drei Fingerspitzen erlaubt.  Das Bild, das sich beim Anblick dieser Tassen vor meinem inneren Auge abspielt, ist antiquiert: Es zeigt eine kleine Kaffeegesellschaft, in der Kaffee stilvoll bis etepetete vom besten Porzellan mit makellosem Dekor genossen wird und einen herben Kontrapunkt zum süßen Gebäck bildet. Vor meinem inneren Auge spielen Rosa, Hellblau, Stuck, gestärkte Rüschendecken und Perfektion eine Rolle. Perfektion im Sinne einer makellos sauberen Szenerie, die nur durch wenige Kleinigkeiten ruiniert werden kann. Und diese Kleinigkeiten hat Beate Grübel in goldenem Dekor direkt auf die Tassen gebannt! Kleine Spinnen krabbeln hundertfach an einem Henkel hoch und besetzen den Teil, den man eigentlich anfassen wollte, um die Hitze des Kaffees erst im Mund und nicht schon mit der Hand zu spüren. Eine Spinne hält sich sogar dort an der Tasse auf, wo die Lippen platziert werden. Man möchte sich schütteln bei dem Gedanken, es wären echte Spinnen, so schreckt es einen. Doch halt! Dabei könnte der Kaffee verschütten! Einer der schlimmsten Fauxpas, die beim Servieren dieser Köstlichkeit passieren können! Kostbarer, schwarz glänzender Kaffee auf der Untertasse und am unteren Rand. Kaffee, der Flecken macht, wenn er auf dem Weg der Tasse zum Mund herunter tropft und peinliche Flecken auf der Kleidung oder dem Tischtuch hinterlässt. Unangenehm! Peinlich! Noch peinlicher ist es, wenn eine Tasse dreckig auf den Tisch gelangt, der Gast gar versucht, die Tasse unbemerkt zu säubern oder sich mit einem dezenten Hinweis eine andere geben lässt. Die häufigsten Flecken sind vermutlich die Reste von Lippenstift. Was aber, wenn man der Tasse ansieht, dass sie nicht nur schlecht, sondern möglicherweise nach der – geraume Zeit zurückliegenden – letzten Nutzung gar nicht gewaschen wurde und ein Schimmelpilz sein Myzel über den Rand wuchern lässt? Es schüttelt mich! <br />
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Beate Grübel spielt mit unseren Emotionen. Sie verknüpft bewusst positive und negative Assoziationen, um uns zu irritieren, ja: zu provozieren. An dieser Stelle wird aus Produktdesign Kunst am Alltagsobjekt. Dieses Design will nicht gefallen um jeden Preis. Es will uns herausfordern. Dazu, unsere persönlichen Hemmschwellen und Verhaltensmuster zu hinterfragen und über unseren Schatten zu springen. Stellen wir uns unserer ganz persönlichen Dschungelprüfung!<br />
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PS Das Design hat in seiner Entstehungsgeschichte nichts mit dem Dschungelcamp zu tun!]]></description>
      <dc:subject><![CDATA[Begleiterscheinung,]]></dc:subject>
      <dc:date>2014-06-10T08:31:13+00:00</dc:date>
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