Nachtstücke – Langkofel, 2010 / 160 x 220 cm
Nachtstücke – Langkofel, 2010 / 160 x 220 cm
Nachtstücke – Sasso di Stria, 2003 / 100 x 122 cm
Nachtstücke – Sasso di Stria, 2003 / 100 x 122 cm
Nachtstücke – Furka, 2003 / 100 x 140 cm
Nachtstücke – Furka, 2003 / 100 x 140 cm
Nachtstücke – Lichenbretter II, 2003 / 100 x 140 cm
Nachtstücke – Lichenbretter II, 2003 / 100 x 140 cm
Nachtstücke – Riffelhorn, 2003 / 100 x 140 cm
Nachtstücke – Riffelhorn, 2003 / 100 x 140 cm
Nachtstücke – Pasterze, 2010 / 160 x 220 cm
Nachtstücke – Pasterze, 2010 / 160 x 220 cm
Nachtstücke – Olperer, 2010 /  160 x 220 cm
Nachtstücke – Olperer, 2010 / 160 x 220 cm
2013

Nachtstücke

Gestaltung

Michael Schnabel Photography

Pate

Gregor Krisztian

Kategorie

Begleiterscheinung

vorgeschlagen am

2. Februar 2013

Plädoyer

Wer einmal vor Michael Schnabels großformatigen Nachtbildern stand und sich lange genug auf deren Stille und Tiefe konzentriert hat, weiß, welche Kräfte und Stimmungen seine nächtlichen Langzeitaufnahmen auslösen können. Gewaltige Bergmassive, deren Lebendigkeit sich nur dem geduldigen Auge erschließen, und dann angesichts der stillen Bilder eine eigene Dynamik in Gang setzen.

Michael Schnabel ist für mich ein Philosoph, der es versteht, archaische Gefühle in Bilder zu verwandeln – Bilder, die trotz ihrer Ruhe unruhig machen und zwingen, in sich hineinzuhören: ungewohnt in heutiger Zeit, deren auffallendstes Merkmal die nach außen gerichtete Wirkung ist. Seine Bilder dagegen sind still, packend und gleichzeitig laut wie stumme Opern.

Beschreibung

Lange Jahre wollte ich mich den Bergen fotografisch widmen, ohne das für mich passende »Bild der Berge« zu finden. Aber irgendwann war es soweit und ein Kreis hat sich geschlossen.

In den Nächten habe ich die Ruhe gefunden, die den Alpenbergen tagsüber verloren gegangen ist. Die Nacht und deren Stille gibt den Bergen eine Erhabenheit, Ursprünglichkeit und auch Unnahbarkeit – all dies habe ich versucht in Bilder zu fassen.

Während in den Städten Belichtungszeiten von wenigen Minuten ausreichend sind, bedarf es hier einer Stunde. Auch ist auf der Mattscheibe der Kamera das Motiv mehr zu erahnen als klar zu erkennen und bei weitem nicht jeder Berg wurde zu einem gelungenen Foto.

Die Fotografie ist für mich ein Weg, auf dem ich mich gut bewegen kann, und die Beschäftigung damit wie eine Reise, auf der sich mein Blickfeld ständig erweitert.

Die Arbeit mit der Kamera in diesen außergewöhnlichen Landschaften, insbesondere in der Nacht und während der lange andauernden Belichtungszeiten, erlebe ich wohltuend konzentriert und lautlos. Ich bin geradezu atemlos ruhig, fühle mich zugleich geborgen und angespannt. Dabei ist die Erfahrung dieser Orte häufig von erfüllender Intensität.



Details

Entstehungsjahr

2003

realisiert

weitere Angaben

Recom Ditone Print
2 Kommentare

1 Uta Regenscheit, 4.2.2013, 13:05

Finde die Arbeiten toll, obwohl ich sie im Original nicht kenne und deren stille Kraft und Wirkung wahrscheinlich in dieser digitalen, verkleinerten Form nur ansatzweise zu spüren ist.
Kann man die irgendwo "in Gross" und "in Echt" gucken?
Danke + Gruss, Uta

2 Amandus Sattler, 8.3.2013, 19:14

die nachtstücke von michael schnabel haben eine unglaubliche präsents, entfalten eine räumlichkeit und eine präzision, obwohl ja eigentlich kein licht im raum ist. die qualität der abzüge mit ihrem matten pigment unterstützen die wertigkeit der fotos hervorragend. leider hab ich mir noch kein bild gekauft.....

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